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Bericht im KURIER · 22. Oktober 2026
„Große Mängel bei der Landesverteidigung“ – unter diesem Titel hat der KURIER kurz vor dem Nationalfeiertag über den Austrian Defence Monitor berichtet. „Neuer Thinktank hat Analyse erstellt“, heißt es im Untertitel.
Der Bericht fasst die zentralen Ergebnisse unseres Monitors zusammen: Bei 14 von 23 untersuchten Indikatoren der umfassenden Landesverteidigung wird „nicht einmal das Mindestziel erreicht“.
Am schlechtesten fällt die Bilanz laut KURIER im militärischen Bereich aus. Nur bei zwei von zehn Indikatoren erreicht das Bundesheer das Mindestziel – bei den Kampfpanzern und bei den rund 11.000 binnen 48 Stunden einsatzbereiten Soldaten. Es fehlen bodengestützte Luftverteidigung mittlerer und großer Reichweite, bewaffnete Drohnen und Raketenartillerie. Statt mindestens 36 stehen nur 15 Kampfflugzeuge zur Verfügung, die Mobilmachungsstärke liegt bei rund 55.000 statt mindestens 75.000 Soldatinnen und Soldaten.
In der zivilen Landesverteidigung hebt der Bericht die Schutzräume hervor: Plätze gibt es nur für rund fünf Prozent der Bevölkerung, das Mindestziel liegt bei 70 Prozent. Am besten schneidet Österreich bei der wirtschaftlichen Landesverteidigung ab – bei der strategischen Gasreserve wird sogar das Optimum erreicht, Treibstoffreserve und Streuung kritischer Importe erfüllen die Mindestziele. Bei der geistigen Landesverteidigung zeigt sich ein gespaltenes Bild: hohe Zustimmung zu Bundesheer und Demokratie, Mängel bei der Zufriedenheit mit dem politischen System und der Bereitschaft zur bewaffneten Verteidigung.
Alle 23 Indikatoren mit Zahlen, Zielen und Quellen finden Sie im Austrian Defence Monitor.
Quelle: KURIER, 22. Oktober 2026, Ressort Politik, Seite 7. Bild: Ausschnitt aus der Druckausgabe.