Workshop
Kick-off des Szenario-Projekts „Ready for 2029“
5. Mai 2026 · Wien · in Kooperation mit AIES
Am 5. Mai 2026 fand am AIES in Wien der erste Workshop im Rahmen des Projekts „Ready for 2029“ statt. Rund drei Stunden lang diskutierten ausgewählte Expertinnen und Experten gemeinsam die zentralen Treiber, Unsicherheiten und möglichen Wendepunkte, die Europas Sicherheits- und Verteidigungspolitik bis 2029 prägen werden. Der Workshop wurde von AIES Associate und Austrian Defence Lab Gründer Leopold Schmertzing und Ulf Steindl, AIES Senior Research Fellow, moderiert.
Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Welche politischen Entwicklungen – von Wahlen in Frankreich und Großbritannien bis zu den US-Midterms – könnten Europas Verteidigungsfähigkeit entscheidend beeinflussen? Welche Rolle spielen der Fortbestand des US-Nuklearschirms, die Integration der Ukraine in europäische Sicherheitsstrukturen und die wachsende Abhängigkeit von US-Rüstungsgütern? Und welche Wildcards könnten die Szenarien grundlegend verändern?
Die Ergebnisse des Workshops fließen direkt in die Szenarienentwicklung von „Ready for 2029“ ein und bilden die Grundlage für die nächsten Projektphasen, darunter Experteninterviews und das Europa-Forum Wachau.
Was ist Ready for 2029?
Europa steht vor einem entscheidenden strategischen Zeitfenster. Laut führenden Expertinnen und Experten könnte die russische Armee bis 2029 bereit sein, NATO-Territorium anzugreifen. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass die USA bereits 2027 die Verantwortung für die nukleare und konventionelle Abschreckung schrittweise an ihre europäischen Verbündeten übergeben werden.
„Ready for 2029“ ist ein evidenzbasiertes Szenario-Projekt des AIES und des Austrian Defence Lab, das in Kooperation mit dem Europa-Forum Wachau und dem European Forum Alpbach entwickelt wird. Das Szenario zeigt auf, welche militärischen, industriellen und politischen Schritte Europa unternehmen muss, um bis 2029 abschreckungsfähig zu sein. Es bezieht führende Expertinnen und Experten aus Verteidigung, Wirtschaft und Politik ein – unter anderem durch Workshops und Interviews – und arbeitet mit realistischen Prognosen, alternativen Entwicklungspfaden und konkreten Handlungsempfehlungen.
Quelle: Dieser Beitrag erschien zuerst beim Austrian Institute for European and Security Policy (AIES). Zum Originalartikel: aies.at. Foto: AIES.